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Cadence of Hyrule Review

Ocarina of Hype

Wenig Spiele können von sich sagen, dass ich mich nach 5 Sekunden auf dem Titelbildschirm in sie verliebt habe. Aber als ich an den ersten 3 Akkorden schon erkenne, welche Zelda-Melodie das Crypt of the Necrodancer-Crossover Cadence of Hyrule da grade verarbeitet, war es um mich geschehen.

Zugegeben, das original Crypt of the NecroDancer ist eines meiner absoluten Lieblings-Spiele dieser Konsolen-Generation; wie könnte ich da zu einem offiziellem The Legend of Zelda Crossover Nein sagen? Aber möglicherweise ist euch nicht allen ganz klar was für ein Spiel euch hier erwartet. Crypt of the NecroDancer ist ein Roque-like Dungeon Crawler mit einem ganz besonderem Twist: Alle Gegner im Dungeon bewegen sich im Rythmus zur Musik und ihr als der Spieler müsst es Ihnen gleich tun, sonst gibt es keine Multiplikatoren und somit kein Geld mit dem ihr bessere Ausrüstung kaufen könnt. Passend zum Beat könnt ihr die Bewegungen der Gegner voraussehen und so ihren Angriffen ausweichen und zum Gegenschlag ausholen. Verschiedene Waffen haben verschiedene Angriffs-Vektoren (z.B. schlägt der Speer 2 Felder nach vorne, das Breitschwert trifft die 3 Felder vor einem) und so ist jeder Beat eine strategische Entscheidung zur Neupositionierung. Wer stehen bleibt, kommt aus dem Takt. Aber erhält man den Rythmus aufrecht, sind Necrodancer und auch Cadence einfach wundervolle Genre Mash-Ups die einen wirklich mitreißen. Es ist ein so einfaches Konzept, dass man es (fast) nur mit den Richtungstasten spielen kann.

Verfrachtet man das Ganze ins von Monstern geplagte und von Dungeons durchpflügte Fantasy Königreich Hyrule ändert sich am Grundprinzip nicht viel. Auch in der Rolle von Link oder Zelda (sowie NecroDancer Heldin Cadence) müsst ihr den Monster-schlachten-Rythmus aufrecht erhalten. Klassische Zelda Items wie Bomben und Enterhaken oder auch Zeldas Zaubersprüche passen perfekt in die Schach-artigen Bewegungsmuster von Hyrules fantastischer Fauna. Nur, dass man an diesem Punkt doch noch einige mehr Tasten benötigt. Wer sich etwas mit Necrodancer auskennt, wird sich auch sofort zurecht finden. Einige Gegner bewegen sich auch in sehr bekannten Mustern, nur eben mit einem Hyrule-Anstrich. Und unter der Erde erwarten euch Disco-Dungeons mit tanzenden Moblins und E-Gitarren schwingenden Armos Rittern. Und ist man erstmal im typischen Zelda-Flow – Monster besiegen, Dungeons durchforsten, brüchige Wände wegbomben, Blöcke verschieben – ist es geradezu Hand-an-die-Stirn-schlag-offensichtlich wie wundervoll diese beiden Spiele zusammen passen.

Habe ich schon gesagt wie großartig ich Crypt of the NecroDancer finde? Ja? Weil es gibt da noch einen weiteren Faktor, den ich erwähnen sollte: Ich bin wirklich wirklich schlecht in diesem Spiel. Seit ich NecroDancer auf der Switch neu begonnen habe zu spielen, habe ich es nicht über die 2. Welt hinaus geschafft. Es ist einfach echt hart. Und hier die guten Nachrichten: Cadence ist eine ganze Ecke einfacher. Das hängt zum Teil mit den stark zurückgeschraubten Roque-like Elementen zusammen. Die 4 Haupt Dungeons werden jedes mal neu generiert, die Oberwelt bleibt aber immer die Gleiche. So kann man schwere Stellen erst einmal umgehen und findet auch immer wieder zu einem Shop oder einer Feen-Quelle. Stirbt man mal doch, verliert man zwar alle Rubine, behält aber dauerhafte Upgrades wie bessere Waffen und neue Items und kann sich meist relativ nahe an den Ort seines Todes zurück teleportieren lassen. Außerdem steigt die eigene Lebensleiste etwas flinker und Heiltränke und Feen gibt es auch. Es ist Einsteiger-freundlicher und weniger frustrierend, also ein hervorragender Einstieg wenn man Crypt of the Necrodancer selbst noch nicht gespielt hat oder es etwas zu frustrierend fand.

Natürlich kann man nicht über dieses Spiel reden ohne den großartigen Soundtrack zu erwähnen. Das Team um NecroDancer Komponist Darren Baranowsky hat einen Score abgeliefert, der nicht nur den Flair des Unterwelt-Originals sehr gut einfängt, sondern euch auch konstant die Schuhe auszieht mit seinen fantastischen Zelda-Remixes. Euch erwarten großartige neu-Interpretationen der Melodien aus den Tal Tal Heights oder Gerudo Canyon, doch besonders die klassischen Stücke aus A Link to the Past haben ein paar echte Kracher bekommen. Es ist „italienischer Chefkoch küsst sich die Finger“-großartig und ich möchte eigentlich auch gar nicht viel mehr sagen, weil es jedes mal ein großer Spaß war, als ich die Melodien zwischen den Beats erkannt habe.

Neben den feurigen Rythmen der Kampf-Melodien, sind es gerade auch die ruhigen Moment die es mir angetan haben und die definitiv Ihren Platz in so mancher Chill Playlist finden werden. Leider ist noch nicht bekannt wann, wie und sogar ob der Soundtrack abseits vom Spiel veröffentlicht wird.

Summary
Erneut: Ich bin ein ziemlich leichtes Ziel für ein Projekt wie dieses. So sehr ich auch in NecroDancer sauge, ich liebe das Spiel. Und Cadence nimmt alles was am Original funktioniert hat und verpasst ihm nicht nur einen neuen Anstrich: Es ist tatsächlich eine wunderbare Kombination beider Welten, mehr noch als andere Nintendo Spin-Offs wie Hyrule Warriors. Es fällt mir schwer wirklich große Kritikpunkte zu finden. Okay, vielleicht ist es ein bisschen kurz, in 5-6 Stunden Spielzeit kann man es durchspielen. Aber dann hat man immer noch nicht alle Truhen geöffne sowie Upgrades gefunden und dank der leichten Roque-like-Elemente ist auch kein Run der Selbe. Es tut mir wirklich Leid für Cadence, aber ich hoffe sie schafft es noch nicht sofort zurück nach hause sondern hüpft noch durch ein paar mehr Welten. Noch jemand Lust auf Cadence of Zebes?
Good
  • Das clevere und kreative NecroDancer Gameplay
  • So ein großartiger Soundtrack!
  • Herrlicher Pixel-Look der an die alten Zelda-Tage erinnert
Bad
  • Vielleicht etwas kurz.
  • Ich kann den Soundtrack nirgendwo kaufen
9
Großartig

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